Rebjahr 2026
Das Rebjahr 2026 zeigte sich im Frühjahr von der freundlichen Seite. Die Temperaturen waren weder zu heiss, noch hat es viele Nassperioden gegeben. Am Tag herrschte genügend viel Sonne, die Nächte waren kühl, was den Pilzdruck reduzierte. Die Reben, auch die Junganlage entwickelten sich sehr schön und gesund.
Laut MeteoSchweiz erlebte die Schweiz einen überdurchschnittlich warmen Frühling: Mit einer Durchschnittstemperatur von 6.2 °C lag er 1.2 °C über dem Mittel der Referenzperiode 1991–2020. In vielen Regionen war der Frühling zugleich deutlich zu trocken. Bereits im März zählte man an über 30 Messstationen einen der drei trockensten Märzmonate. Auch der April war in weiten Teilen der Schweiz niederschlagsarm, besonders in der Ostschweiz mit teils weniger als 30 % des üblichen Monatsniederschlags. Im Mai blieb es schweizweit weiterhin unterdurchschnittlich nass. Auch der Juni folgte diesem Trend. Einzelne heftige Hagel-Ereignisse zogen glücklicherweise an Liestal vorbei.
Trotzdem blieb die Bodennässe bis Ende Mai solide, was den Jungreben die Trockenperioden vereinfachte. Generell war der Wuchs kräftig und auch die Blüte voll. Der Behang war eher überdurchschnittlich. Bis ende Juni waren die Reben sehr gesund. Die enorme Trockenperiode von Juni bis August hatte aber für die Jungreben negative Auswirkungen. Sie bekundeten Mühe mit der Fruchtbildung. 50% des Ertrags der Jungreben mussten wir einbüssen. Unser Projekt mit den Jungreben Blanc de Noir zu machen mussten wir verschieben.. Die Altreben zeigten sich robust und bildeten sehr gesunde, kleine Beeren aus.
Es deutet sich erneut früh ein eher frühes Erntefenster Mitte September an. Es dürfte ein gutes Jahr geben, mit hohen Zuckerwerten und eher zu tiefen Säurewerten.